deutsch | english

Instrument

 

Das Violoncello von Sebastian Foron wurde um 1720 in Paris von Claude Pierray gebaut. Es ist eines der ganz seltenen Instrumente dieses Meisters, welches dem Modell von Antonius Stradivari nachempfunden ist.

Dieses Modell entstand erst in den 90 Jahren des 17. Jahrhunderts in Cremona. Das von Sebastian Foron gespielte Instrument bezeugt in schöner Weise, wie intensiv der Informationsaustausch zwischen den Städten schon war, finden doch hier die gerade erst erforschten cremoneser Idealmaße ihre Anwendung.

Es ist also deutlich größer und flacher als damals üblicherweise in Paris gearbeitet wurde. Leider verstarb Claude Pierray schon kurze Zeit später im Alter von 31 Jahren und die folgenden Pariser Geigenbaumeister wandten sich bis Anfang des 19. Jahrhunderts wieder dem kleinen, bauchigen und somit deutlich weniger solistischen Modell zu.

Erst Nicolas Lupot, der wahrscheinlich größte französische Geigenbauer, sollte es wiederentdecken. Dessen Bruder übrigens, Francois Lupot, war maßgeblich an der Entwicklung des modernen französischen Bogens beteiligt.

Sebastian Foron spielt auf einem Bogen von Francois Lupot, ca. 1820.

 

Kontakt: Sebastian Foron | E-Mail: post@sebastianforon.com :: Management | E-Mail: management@sebastianforon.com